
Störungen erkennen, melden und beheben
Elektromagnetische Störungen (EMC) betreffen alle Funkamateure – ob als Verursacher oder als Betroffener. Defekte Netzteile, schlecht abgeschirmte Elektronik, LED-Lampen oder Powerline-Adapter (PLC) können Amateurfunkbänder massiv stören. Umgekehrt kann eine Amateurfunkstation bei ungenügender Installation auch andere Geräte beeinflussen.
Störungen suchen und identifizieren
Der erste Schritt bei einer Störung ist die systematische Lokalisierung der Quelle. Mit einfachen Mitteln wie einem tragbaren Empfänger und einer Richtantenne lassen sich viele Störquellen im Nahbereich aufspüren. Typische Verursacher sind Schaltnetzteile, Solarwechselrichter, Weidezäune, Strassenbeleuchtungen und diverse Haushaltsgeräte.
Störungsmeldung beim BAKOM
Wenn eine Störquelle identifiziert ist, die gegen die gesetzlichen EMV-Vorschriften verstösst, kann beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) eine Störungsmeldung eingereicht werden. Das BAKOM prüft den Fall und kann Massnahmen anordnen. Wichtig: Dokumentieren Sie die Störung sorgfältig mit Frequenz, Uhrzeit, Richtung und wenn möglich Aufnahmen.
Nicht-konforme Geräte werden vom BAKOM in einer öffentlichen Datenbank geführt. Wer Geräte importiert, ist selbst dafür verantwortlich, dass sie den Schweizer Normen entsprechen.
Mehr für USKA-Mitglieder
Die USKA bietet ihren Mitgliedern umfassende Unterstützung bei EMC-Problemen:
- Hilfe durch erfahrene USKA EMC-Supporter vor Ort
- EMV-Dokumentationen und Fachtagungsberichte
- Protokolle der BBB-Konferenzen (Behörden-Betreiber-Betroffene)
- Informationen zu Störungen durch Bahnen (Euroloop)
- Dokumentation zu Wasservitalisierern und anderen Störquellen
