Eingang einer in den Hang gebauten Festungsanlage mit Schiessscharten und Panzersperren

BOTA — Bunkers On The Air

Funkbetrieb aus Bunkern, Sperrstellen und Festungen — als Teil eines weltweiten Programms.

Das Programm

WWBOTA (Worldwide Bunkers on the Air) verbindet Amateurfunk mit Militärgeschichte — so wie SOTA die Berge und POTA die Naturpärke erschliesst. Getragen wird es von derzeit 26 nationalen Programmen.

Das Schweizer Programm HBBOTA ist am 17. April 2026 gestartet. Réduit, Sperrstellen und Festungsartillerie ergeben hierzulande eine ungewöhnliche Dichte an Objekten auf kleinem Raum.

Welche Objekte zählen

Als Bunker gilt eine Anlage, die vom Schweizer Militär gebaut wurde, eine A-Nummer trägt und deren Standort öffentlich bekannt ist — aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg ebenso wie aus dem Kalten Krieg. Jedes Objekt erhält eine eigene HBBOTA-Referenz im weltweiten Schema B/ + Länderkürzel + vierstellige Nummer.

Aktivierung

HBBOTA ist kein Wettbewerb: es gibt keine Rangliste, keinen Zeitdruck und keine vorgeschriebenen Betriebszeiten.

  • Gültige Aktivierung: mindestens 25 QSO auf Kurzwelle oder gemischt, mindestens 5 QSO bei reinem Betrieb auf VHF/UHF/SHF.
  • Der Standort darf bis 1000 m von den angegebenen Koordinaten abweichen.
  • Überschneiden sich Zonen, dürfen bis zu fünf Bunker gleichzeitig aktiviert werden.
  • Es zählen nur direkte Funkverbindungen — Relais, Satellit und netzgestützte Verbindungen sind ausgeschlossen.
  • Jedes Rufzeichen zählt einmal, unabhängig vom Band.

Log und Spots

Aktivierungen werden als ADIF-Log über den WWBOTA Logger hochgeladen; dafür wird ein WWBOTA-Konto benötigt. Die App Ham2K PoLo unterstützt Spotting und Log-Abgleich direkt aus dem Feld. Alle Objekte sind auf der interaktiven WWBOTA-Karte verzeichnet.

Diplome

Aktivierungen und gearbeitete Verbindungen zählen für die WWBOTA-Diplome, die getrennt für Aktivierer und Jäger geführt werden — neben den Lifetime-Diplomen gibt es CW- und DXCC-Wertungen sowie Aktivitätswochen, die WWBOTA jeweils ausschreibt.

Mitmachen

Wer eine Anlage aktivieren möchte, klärt vorab den Zugang: viele Objekte stehen auf privatem Grund oder sind gesperrt. Nationaler Koordinator für die Schweiz ist Johann Furrer, HB9HXX.

Bild: WWBOTA (wwbota.net)